0445110239
BOSCH 0445110239 Common-Rail-Injektor für Ford Transit / Boxer / Jumper 2.2 TDCi Puma Euro 4
1378432, 1495919, 1980 J7, 9659228980, 0986435165 F00VC01334 DLLA153P1488 1600 bar Produktübersicht
Der Bosch 0445110239 ist ein OEM-Common-Rail-Injektor für Pkw und Nutzfahrzeuge von Ford / PSA / BOSCH mit dem Puma 2.2 TDCi / HDi Dieselmotor. Ausgelegt für einen maximalen Raildruck von 1600 bar verfügt diese Einheit über die hochpräzise Einspritzdüse DLLA153P1488 und das Steuerventil F00VC01334, um mehrere Mikroeinspritzungen pro Verbrennungszyklus darzustellen. Er erfüllt in vollem Umfang die Abgasnorm Euro 4. Direkter Ersatz für die OEM-Referenzen 6C1Q-9K546-AC, 1378432, 1495919, 1980 J7, 9659228980, 0986435165.
Prüfen Sie vor der Bestellung stets die auf dem Injektorkörper Ihres defekten Teils eingeprägte OE-Referenz (6C1Q-9K546-AC / 1378432). Der Bosch 0445110239 nutzt das Steuerventil F00VC01334 und die Einspritzdüse DLLA153P1488, kalibriert auf 1600 bar. Eine zylinderspezifische IMA-Codierung ist nach dem Einbau zwingend erforderlich.
Kompatible Injektoren
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| Ford Transit Mk7 2.2 TDCi | Duratorq TDCi Puma 85-140hp | 2006-2014 |
| Peugeot Boxer III 2.2 HDi | 4HV / 4HU Puma 2.2 | 2006-2014 |
| Citroen Jumper III / Relay 2.2 HDi | 4HV / 4HU Puma 2.2 | 2006-2014 |
| Fiat Ducato 2.2 Multijet | Puma 2.2 Multijet 100hp | 2006-2011 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110239 |
| Marke | Ford / PSA / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI2-16 solenoid)) |
| OE-Nummer | 6C1Q-9K546-AC |
| Steuerventil Kernwert | F00VC01334 |
| Düsencode Kernwert | DLLA153P1488 |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI2-16 solenoid) |
| Betriebsdruck Kernwert | 1600 bar |
| Drehmomentvorgabe | 28-30 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 22 N·m |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 4 |
| Motorenfamilie | Puma 2.2 TDCi / HDi |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Yes (IMA Code) |
Installation Tips
Benötigte Werkzeuge: 10mm & 11mm flare nut wrench (rail and injector inlet unions), Injector slide hammer / mechanical puller kit (if seized), Injector seat cleaning brass brush set & industrial vacuum, Seat reaming tool (if carbon erosion is present), Torque wrench (2 N·m - 40 N·m range), ECU diagnostic scan tool with IMA/QR coding capability, Digital micrometer / depth gauge for copper washer check
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie trennen und per Live-Diagnose sicherstellen, dass der Rail-Restdruck unter 10 bar absinkt, bevor Kraftstoffleitungsverschraubungen gelöst werden.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutzpartikel, Ölschlamm und lose Ablagerungen rund um die Injektorschächte im Zylinderkopf gründlich mit Druckluft und Bremsenreiniger/Entfetter entfernen.
- Kabelbaum & Leckölanschlüsse kennzeichnen: Stecker des Motorkabelbaums zylinderbezogen kennzeichnen und die empfindlichen Halteklammern der Kunststoff-Leckölleitung vorsichtig entriegeln.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern der Hochdruckleitungen mit einem Leitungsschlüssel lösen; SOFORT alle offenen Rail-Anschlüsse und Injektor-Zuläufe mit sauberen Verschlusskappen verschließen.
- Spannpratzen-Schrauben herausdrehen: Schrauben der Spannpratzen lösen. Beachten Sie, dass Dehnschrauben grundsätzlich entsorgt und niemals wiederverwendet werden dürfen.
- Injektorkörper herausziehen: Injektor geradlinig nach oben herausziehen. Bei Verkokung oder Festbrennen einen zugelassenen mechanischen Gleithammer-Abzieher am Zulaufadapter ansetzen, ohne den Injektorkörper dabei zu verdrehen.
- Injektorschacht & Bohrung prüfen: Sicherstellen, dass der alte Kupferdichtring nicht am Boden des Zylinderkopfsitzes verblieben ist; festsitzende Ringe mit einem Messing-Dichtringauszieher bergen.
- Injektorsitz reinigen & nacharbeiten: Dichtfläche im Zylinderkopf mit fahrzeugspezifischen Sitzfräsern und Reinigungsbürsten bearbeiten und absaugen, bis der Sitz zu 100% metallisch blank und plan ist.
- Neuen Kupferdichtring montieren: Einen Kupferdichtring nach OEM-Spezifikation in vorgegebener Stärke (Standard 1.5mm-2.0mm) montieren und mit etwas Hochtemperaturfett fixieren.
- Injektor mit Keramikpaste einsetzen: Den Schaft des Injektorkörpers dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupferdichtring strikt trocken und sauber halten.
- Spannpratze vorschriftsmäßig festziehen: Schrauben der Spannpratze montieren und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel auf das werksseitige Anzugsdrehmoment (22 N·m) anziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zunächst von Hand ansetzen, um ein Verkanten der Gewinde zu vermeiden, danach Injektoreinlass und Rail-Verschraubungen gleichmäßig auf 28-30 N·m festziehen.
- Leckölleitung & Kabelbaum wieder anschließen: Anschlüsse der Rücklaufleitung aufstecken, bis die Haltekappen hörbar einrasten; elektrischen Stecker aufstecken und Verriegelungslasche fest verriegeln.
- ECU IMA / QR-Code-Kalibrierung & Kraftstoffsystem entlüften: Den auf dem Injektorkopf eingravierten alphanumerischen IMA/QR-Kalibriercode in das Motorsteuergerät auf den entsprechenden Zylinder programmieren; Kraftstoffsystem vor dem ersten Starten manuell oder per Diagnose entlüften.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Den Motor niemals in Betrieb nehmen, ohne den neuen IMA/QR-Code im Steuergerätekennfeld zu hinterlegen — nicht kalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsklopfen, Zylinderungleichgewicht und vorzeitiger DPF-Verstopfung.
- KUPFERDICHTRINGE ZWINGEND ERNEUERN: Stets fabrikneue Kupfer-Quetschdichtungen und Dehnschrauben für die Spannpratzen verwenden — die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu schwerwiegenden Verbrennungsgas-Undichtigkeiten (Bildung von Ölkohle / 'Black Death').
- HÖCHSTE SAUBERKEIT BEI KRAFTSTOFFFÜHRENDEN TEILEN: Bereits eine mikroskopische Schmutzpartikelgröße von 5 microns kann das interne Steuerventil F00VC01334 oder die Düsennadel blockieren — Schutzkappen an allen Kraftstoffleitungen erst unmittelbar vor dem finalen Anschluss entfernen.
- ANZUGSDREHMOMENT DER SPANNPRATZE STRIKT EINHALTEN: Halten Sie das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment von 22 N·m exakt ein — ein Überziehen verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Erfordert der Bosch-Injektor 0445110239 eine Codierung im Steuergerät (IMA / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445110239 erfordert eine zylinderspezifische IMA-Kalibriercode-Programmierung im Motorsteuergerät (ECU). Jede Einheit verfügt über einen individuellen mehrstelligen Kalibriercode auf dem Steckergehäuse oder Magnetventilkopf, der Mengentoleranzen über mehrere Raildruckstufen hinweg abbildet. Die Programmierung dieses Codes über einen Diagnosetester (VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist zwingend erforderlich, um einen gleichmäßigen Leerlauf, die Einhaltung der Abgaswerte und eine saubere Gasannahme sicherzustellen.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten Injektors 0445110239 beim Ford / PSA / BOSCH Puma 2.2 TDCi / HDi?
Typische Symptome sind langes Startverhalten/Orgeln beim Kaltstart, unrunder oder sägender Leerlauf, Schwarzrauch beim Beschleunigen (Verschleiß der Einspritzdüsennadel / Überfettung), Weißrauch beim Starten (unverbrannter Kraftstoff), Nageln/Tickern unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlereinträge zu Verbrennungsaussetzern (P0300-P0306) sowie überhöhte Lecköl-Rücklaufmengen, die bei Volllast zu Fehlermeldungen bezüglich zu geringem Raildruck führen.
Sollten Injektoren einzeln oder als kompletter Satz ausgetauscht werden?
Während der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist, sofern Verunreinigungen im Kraftstoffsystem ausgeschlossen wurden, entspricht es bei Laufleistungen von über 150,000 km der Werkstattpraxis, alle Injektoren als Satz zu tauschen oder auf einem Prüfstand testen zu lassen. Der Verschleiß am Hochdruck-Steuerventil (F00VC01334) und an der Einspritzdüse (DLLA153P1488) verläuft über alle Zylinder gleichmäßig; der Einbau eines Neuteils neben drei oder fünf gealterten Injektoren führt aufgrund von Fördermengenunterschieden häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen Kupferdichtring und Spannpratzenschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Der Kupferdichtring gewährleistet die gasdichte Abdichtung zwischen der Einspritzdüse und dem Brennraum im Zylinderkopf. Im Betrieb treten Verbrennungstemperaturen von über 1,500°C und Drücke über 150 bar auf. Ein einmal komprimierter Dichtring härtet aus und dichtet bei Wiederverwendung nicht mehr zuverlässig ab. Zudem sind die Schrauben der Spannpratze Dehnschrauben für den Einmalgebrauch; ein wiederholtes Anziehen birgt das Risiko eines Abreißens im Zylinderkopf oder eines Verlusts der Klemmkraft.
Welche vorbeugenden Wartungsmaßnahmen sind nach dem Einbau von Ersatzinjektoren 0445110239 erforderlich?
Tauschen Sie stets den Dieselfilter gegen einen Filter nach OEM-Spezifikation (Filterfeinheit 3 to 5 micron), prüfen Sie Tank und Kraftstoffleitungen auf Metallspäne infolge von Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Common-Rail bei Fremdkörperbefund, tanken Sie hochwertigen Dieselkraftstoff nach EN590 und prüfen Sie die Mengenkorrekturwerte (Laufruheregelung) nach 500 km Fahrt per Diagnosetester.